Digitales Lichtmuseum

Wer, was, warum

Hinter jedem Objekt steckt eine Geschichte – und nicht immer kennen wir sie vollständig. Wer hat es hergestellt? Wann ist es entstanden? Wie wurde es genutzt? Und wie nennen wir es eigentlich?

Für die digitale Sammlung erfassen und beschreiben wir die Objekte nach einheitlichen Grundsätzen. Auf dieser Seite erklären wir, woher die Exponate stammen, welche Begriffe wir verwenden und wie wir mit Datierungen, Zuschreibungen und offenen Fragen umgehen.

Woher kommen die Objekte?

Die digitale Sammlung vereint Objekte unterschiedlicher Herkunft. Dazu gehören Bestände des Lichtforums NRW und des F.LUX ebenso wie Exponate, die uns von Unternehmen, Institutionen und privaten Sammlerinnen und Sammlern zur Verfügung gestellt werden.

Wo immer möglich, weisen wir bei den einzelnen Objekten auf ihre Herkunft beziehungsweise den jeweiligen Leihgeber hin.

Wie wir die Dinge nennen

Lampe, Leuchte oder Laterne? Im alltäglichen Sprachgebrauch werden diese Begriffe häufig synonym verwendet. Auch historisch wurden und werden sie nicht immer einheitlich gebraucht. Für unsere Sammlung verwenden wir deshalb eine möglichst klare Systematik.

  • Leuchte
    **Leuchte** verwenden wir als übergeordneten Begriff für Objekte, die dazu bestimmt sind, Licht zu erzeugen, aufzunehmen, zu führen oder zu verteilen. Dazu zählen historische Beleuchtungsgeräte ebenso wie moderne elektrische Leuchten. Eine Öllampe kann in unserer Systematik deshalb ebenso zur Objektgruppe **Leuchten** gehören wie eine Petroleumleuchte, eine Laterne oder eine elektrische Tischleuchte.

  • Lampe
    Der Begriff **Lampe** ist nicht eindeutig. Historisch bezeichnet er häufig das vollständige Beleuchtungsgerät – etwa bei einer Öl- oder Petroleumlampe. In der modernen Lichttechnik wird „Lampe“ dagegen traditionell für die eigentliche Lichtquelle innerhalb einer Leuchte verwendet, beispielsweise eine Glüh- oder Leuchtstofflampe. Historische und etablierte Bezeichnungen wie **Öllampe**, **Petroleumlampe** oder **Studierlampe** behalten wir deshalb bei. Als übergeordnete Objektgruppe verwenden wir jedoch **Leuchte**.

  • Leuchtmittel und Lichtquelle
    Als **Leuchtmittel** bezeichnen wir die Komponente, die das Licht hervorbringt. Bei elektrischen Leuchten können dies beispielsweise Glühlampen, Leuchtstofflampen oder LED-Lampen sein. Bei historischen Beleuchtungsformen lässt sich diese moderne Begrifflichkeit nicht immer unmittelbar übertragen. Docht, Brennstoff und Flamme bilden beispielsweise bei einer Öllampe gemeinsam das System der Lichterzeugung. Wo es sinnvoller ist, sprechen wir deshalb allgemeiner von der **Lichtquelle**.

  • Laterne
    Eine **Laterne** verstehen wir als besondere Bauform einer Leuchte. Kennzeichnend ist vor allem, dass die Lichtquelle durch ein Gehäuse geschützt oder umschlossen wird. Laternen können für unterschiedliche Brennstoffe und Einsatzzwecke konstruiert sein – beispielsweise als Öl-, Petroleum-, Stall- oder Signallaterne. In unserer Systematik ist die Laterne daher keine Alternative zur Leuchte, sondern ein **Typ der Leuchte**.

Wie wir die Objekte beschreiben

Zu jedem Objekt versuchen wir, möglichst viele Informationen zusammenzutragen: Was ist es? Wer hat es hergestellt? Wann und wo ist es entstanden? Aus welchen Materialien besteht es und mit welcher Technik funktioniert es?

Nicht auf jede dieser Fragen gibt es eine eindeutige Antwort. Gerade bei älteren Objekten fehlen häufig Herstellerkennzeichnungen, Kataloge oder andere zeitgenössische Quellen. Angaben können deshalb unterschiedlich sicher sein.

  • Hersteller und Zuschreibungen
    Ist ein Hersteller durch eine Kennzeichnung, einen Katalog oder andere Quellen eindeutig belegt, wird er entsprechend angegeben. Lässt sich eine Herkunft lediglich mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit bestimmen, machen wir diese Unsicherheit kenntlich. Wo eine Zuordnung nicht möglich ist, bleibt der Hersteller unbekannt.

  • Datierung
    Nicht jedes Objekt lässt sich auf ein bestimmtes Jahr datieren. Je nach Quellenlage verwenden wir deshalb auch Angaben wie **„um 1900“**, **„1920er Jahre“** oder einen größeren Entstehungszeitraum. Eine solche Datierung ist eine begründete zeitliche Einordnung und keine exakte Jahresangabe.

  • Bezeichnungen
    Bei der Benennung orientieren wir uns an historischen Bezeichnungen, Herstellerangaben und der Funktion beziehungsweise Bauart eines Objekts. Wo historische und heutige Begriffe voneinander abweichen, versuchen wir eine Bezeichnung zu wählen, die das Objekt möglichst eindeutig beschreibt, ohne seinen historischen Zusammenhang zu verlieren.

Eine Sammlung, die weiter wächst

Das Digitale Museum bildet keinen abgeschlossenen Wissensstand ab. Neue Objekte kommen hinzu, historische Quellen werden erschlossen und manchmal ergeben sich neue Erkenntnisse zu bereits erfassten Exponaten.

Wo etwas nicht bekannt oder eine Zuordnung unsicher ist, möchten wir das sichtbar machen – statt eine vermeintliche Gewissheit zu erzeugen.

Die digitale Sammlung wächst deshalb nicht nur mit neuen Exponaten, sondern auch mit unserem Wissen über die bereits vorhandenen.