Öllampen

Cardano-Lampe

Diese Öllampe markiert den Übergang von einer schalenförmigen Öllampe zu einer geschlossenen Lampenform, bei der die Konstruktion ein Nachfließen des Öls nach Verbrauch ermöglicht.

Die cardanische Lampe, benannt nach Gerolamo Cardano (1501–1576), entstand im Jahr 1550. Bei seiner Öllampe stellt Cardano den Öltank senkrecht, mit der Öffnung nach unten. Erst wenn der Docht brennt und Öl verbraucht, fließt Öl aus dem Tank nach. Hiermit können die Öltanks größer angelegt werden und auch der letzte Ölrest fließt zum Docht. Mit portugiesischen Seefahrern verbreitet sich diese Idee im 16./17. Jh. rund um den Indischen Ozean.

Öllampen nach Cardano erfordern einige Geschicklichkeit. Denn wesentlich für einen kontinuierlichen Ölfluss ist, dass der Luftdruck auf der offenen Dochtschnauze in einem passenden Verhältnis zu dem Druck des Öls im Bassin entspricht. Jede Bewegung kann diese Ausgewogenheit stören.