Öllampen
Moderateurlampe
Zum Ende des 18. Jahrhunderts arbeiteten unterschiedliche Konstrukteure in England und Frankreich an Lampen, die ihr Öl automatisch aus dem Tank zum Brenner pumpen konnten.
Da zu jener Zeit Tier- oder Pflanzenöl verwendet wurde, ergab sich das Problem, dass diese Brennstoffe aufgrund ihrer Zähflüssigkeit nur wenige Zentimeter in einem Docht hoch stiegen. Um die Distanz des Öls zum Brenner kurz zu halten, waren die Brennstoffbehälter entweder sehr klein oder lagen an der Seite des Brenners, was unerwünschte Schatten zur Folge hatte.
Nachdem unterschiedliche Konstruktionen erprobt wurden, setzte sich Anfang des 19. Jahrhunderts die Moderateurlampe durch, die dem Franzosen Franchot um 1836 zugeschrieben wurde. Eine mittels Drehschraube aufgezogene Spiralfeder drückte eine Ledermanschette in einem gefüllten Ölbehälter nach unten, so dass Öl durch ein schmales Röhrchen zum Brenner gepumpt wird. Der namensgebende „Moderateur“ war ein Stift im Röhrchen, der als Regler den Ölfluss gleichmäßig hielt.